H.A.V.O.F.A.S.T. Studio Bewertungen

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H.A.V.O.F.A.S.T. Studio

EUR 499,00

Art.Nr. H.A.V.O.F.A.S.T. Stu

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Geschrieben von Michael S. am 13.10.2015

Wolf im Schafspelz

Mein Bekannter und ich haben bei einem Besuch die neuen Lautsprecher angehört und gegen Adam Audio S4X-V Monitore vom Studio des Bekannten verglichen. Was sofort auffällt ist die sehr räumliche und dabei unglaublich präzise Darstellung der HAVOFAST Fun mit rabenschwarzem Bass. Dabei ist der Bass gar nicht aufgebläht oder unsauber. Ganz im Gegenteil. Bei wandaher Aufstellung. Gehört wurde klassische Musik und die typischen Liederchen der Manger CD.
Die Studio Variante schiebt untenrum noch ein wenig mehr, benötigt aber eine freie Aufstellung. Richtig zur Sache die Studio Variante mit Filmmusik und wandnaher Aufstellung. Bei Tron flattern einem die Hosen und selbst bei sehr hohen Pegeln keine Verzerrungen hörbar. Der extra Bumms untenrum ist hier echt genial. Subwoofer benötigt man hier definitiv nicht mehr. Vor allem ist dieses System klasse, wenn man die 3 Frontlautsprecher hinter der Leinwand verstecken kann. Subwoofer sind dann nicht mehr nötig und die problematische Ankopplung Subwoofer-Satellit entfällt.
Nachdem wir die Kinnladen wieder hochgeklappt haben, haben wir noch gegen die Adam gehört. Die Adam scheint im Superhochton etwas mehr in den Raum zu pumpen. Aber ob das richtiger ist können wir nicht beantworten, denn irgendwie fehlt bei der HAVOFAST kein Hochton. Das könnte man wohl, wenn man denn unbedingt was finden will, kritisieren, aber in allen anderen Disziplinen ist die HAVOFAST zum Teil weit vor dem Monitor. Es ist sehr komisch wenn man vor den Kisten sitzt, denn die sehen total unscheinbar aus. Erstmal stellt sich Grinsen ein, denn von einem 2“ Breitbänder mit einem Langhubsubwoofer erwartet man jetzt kein High-End. Dennoch gehört das für mich zu den absoluten oberen Top10 was ich so kenne. Chapeau!
Anscheinend überlegt man bei Quint auch eine aktive Version (ohne DSP, um die hohen Kosten für hochwertige DA Wandler zu sparen) zu entwickeln. Wie dem auch sei: Wer Zeit hat unbedingt anhören.

Geschrieben von Oliver E. am 07.10.2015

Kleinod

Ich habe mir die H.A.V.O.F.A.S.T. vor ein paar Wochen im Vorführraum von Quint ausführlich angehört.
Vorab möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich im Selbstbau recht aktiv bin und auch schon sehr viele Bausätze hören konnte. Aber auch im Fertigsegment war schon einiges vor meinen Ohren bis hin zu teuersten Anlagen auf der High-End in München.
Dabei ist in mir die Erkenntniss gereift, dass Breitbänder nichts für mich sind, selbst die teuersten Exemplare konnten mich nie richtig überzeugen. Aus diesem Grund hatte ich auch keine allzu hohen Erwartungen an diese Box, die ungewöhnliche Kombination und die hervorragenden Messwerte machten mich aber doch neugierig.
Nach einer freundlichen Begrüßung und kurzer Einweisung konnte ich nach Lust und Laune hören, wozu ich Lust hatte. Um die Lautsprecher gleich mal zu fordern, legte ich neben einem sehr schön produzierten Soundtrack auch noch Yellow in die Playliste - erfahrungsgemäß haben Breitbänder vor allem mit komplexer Musik ihre Probleme.
Schon nach wenigen Tönen saß ich jedoch fassungslos auf meinem Stuhl und wollte nicht so recht glauben, was meine Ohren da hörten. Wie kann dieser kleine Breitbänder nur ein dermaßen geschlossenes und frapierend räumliches Klangbild in den Raum zaubern? Jedes Instrument hatte seinen Platz, Stimmen standen wie festgenagelt im Raum und die Boxen schienen absolut unbeteiligt am ganzen Geschehen zu sein. Sogar die Hochtonauflösung war ohne Fehl und Tadel, auch feinste Nuancen wurden mühelos dargeboten.
Dazu gesellte sich ein Bass, der dem Ganzen die Krone auf setzte. Mit einer äuserst seltenen Kombination aus Tiefgang, Druck und faszinierender Präzision untermauerte er die famose Vorstellung des Horns. Alle, die der Meinung sind, ein Subwooferchassis sei zu \"langsam\", um trockenen Bass zu machen, sollten sich diesen Lautsprecher dringend einmal anhören.
Selbst bei hartmetallischer Musik und extremen Pegeln gibt es scheinbar keine Grenzen. Livepegel sind kein Problem, nichts fängt an zu nerven. Im Gegenteil - wie laut man hört, bemerkt man gar nicht richtig. Erst wenn man dem Nebenmann etwas sagen will und dabei Schreien muss, wird einem bewusst, welche Pegel gerade im Hörraum herrschen. So etwas geht nur mit extrem klirrarmen Lautsprechern!
Ich konnte auch direkt die \"Fun\" mit der \"Studio\" vergleichen. Tonal sind sich beide Versionen sehr ähnlich, der Unterschied liegt lediglich am noch tiefer reichenden Bass bei der Studio-Version. Bei Filmen oder Musik wie Yellow macht das großen Spaß, flatternde Hosenbeine inklusive. Für den reinen Musikbetrieb bevorzuge ich aber die Fun, da diese Raummoden weniger anregt und ein wenig trockener klingt. Das hängt aber sicherlich auch vom Raum und der Hörposition ab.
Ich kann Quint-Audio zu diesem Ausnahmelautsprecher nur gratulieren. Sicherlich ist das kein günstiger Bausat für Selbstbauverhältnisse, aber meiner Meinung nach kann man sein Geld für hochwertige Musikwiedergabe nicht besser investieren. Dass ich so etwas einmal über einen Lautsprecher mit Breitbänder schreiben würde, hätte ich bis vor ein paar Wochen nicht für möglich gehalten!

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